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Alleinstellungsmerkmal: Wählen mit 16

Knapp zwei Monate vor dem eigentlichen Wahltag am 25. Mai lud das Bundesministerium für Familie und Jugend in das Haus der EU. Gemeinsam mit der Jugendministerin Sophie Karmasin, dem Leiter der EU Vertretung in Österreich Richard Kühnel, der Vorsitzende der Bundesjugendvertretung (BJV) Johanna Tradinik und dem Bundesgeschäftsführer der Jungen Europäischen Föderalisten Österreich (JEF) Daniel Gerer, wurde die Jugendkampagnen “junge.stimmen.für.europa”  und eu2014.at präsentiert. 

Richard Kühnel betonte gleich zu Beginn, dass alle Jugendlichen die kommenden Mai zum ersten Mal stimmberechtigt sind, bereits mit der EU aufgewachsen sind und deswegen das europäische Zusammenleben für sie selbstverständlich ist. Man darf aber dadurch die europäischen Errungenschaften nicht übersehen. Kühnel begrüßt die Informationskampagnen außerordentlich, da man nur mit einer höheren Wahlbeteiligung die EU konstruktiv weiterentwickeln kann.

Österreich ist europaweit das einzige Land, in dem bereits 16- und 17-Jährige ein Wahlrecht haben. Auf diese besondere Situation müsse sowohl Österreich als auch die EU reagieren, so Jugendministerin Karmasin. Eine Umfrage nach den letzten EU-Wahlen zeigte, dass 71 Prozent der österreichischen Jugendlichen gegenüber der Europäischen Union positiv eingestellt sind, während nur 24 Prozent sich klar gegen die EU äußern. Eine aktuelle Studie zum Wahlverhalten der 16- und 17-Jährigen bei der Nationalratswahl zeigte jetzt auf, dass einerseits das politische Interesse der Jugendlichen groß ist, jedoch die Informationen oft fehlen. Zentral sei es, so Karmasin, bei diesem fehlenden Wissen anzuknüpfen:

„Junge Menschen sind wesentlich positiver als die Gesamtbevölkerung, was die Haltung zur EU betrifft. Sie schätzen besonders die gemeinsame Währung und auch die Reise- und Niederlassungsfreiheit. Wichtig zu sagen ist, dass die Wahlbeteiligung bei Erstwählern bei der Nationalratswahl unter der Gesamtbevölkerung gelegen ist. Das ist der Ansporn, jetzt hier besondere Kampagnen und Informationen zu liefern, damit junge Menschen sich für die Europa-Wahl engagieren.“

Junge Stimmen für die EU

Johanna Tradinik hebt beim Präsentieren der Website JungeStimmen.eu vor allem die besondere Rolle Österreichs bei der EU-Wahl hervor: „Nur in Österreich können junge Menschen bereits ab 16 Jahren an der EU-Wahl teilnehmen. Dass mit der Wahlaltersenkung alleine noch nicht alles getan ist, bestätigt die Vorsitzende der BJV gleich in ihrem nächsten Satz: „Bei der Politischen Bildung besteht noch Aufholbedarf. Junge Menschen wünschen sich vor allem mehr Informationen und den Dialog mit PolitikerInnen.“

eu2014.at

Auch unser Blog eu2014.at sowie das European Youth Parliament (EYP) oder die Initiativen des Debattierklub Wiens wurden im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt. Daniel Gerer betonte, dass das Besondere hierbei ist, dass nicht eine Werbe- oder PR Agentur die Kampagne und Maßnahmen leitet, sondern ehrenamtliche Jugendliche denen Europa wichtig ist. Ohne die Unterstützung und Zusammenarbeit des Jugendministeriums wäre unser Blog eu2014.at nicht möglich.