Martin_Schulz_2009

„Bildung ist das Wichtigste, um im Leben etwas zu erreichen.“

Wer hörte diesen Satz nicht schon unzählige Male von Eltern, Verwandten oder LehrerInnen? Was sie damit meinen ist die Bildung mit formalem Abschluss, „damit man dann auch was in der Hand hat.“ Die heutige Jugend wird immer mehr darauf gedrillt, die Matura zu absolvieren und studieren zu gehen. Eine Lehre wird mittlerweile nur noch als letzten Ausweg für die schwächeren SchülerInnen angesehen. Jedoch beweist vor allem der Politiker Martin Schulz, der es mittlerweile bis an die Spitze des EU-Parlaments gebracht hat, dass ein Studium nicht voraussetzend für einen beruflichen Erfolg ist und Bildung nicht nur in Bildungseinrichtungen erlangt werden kann.

Sein Vater ein Polizist, der in einer sozialdemokratischen Bergbaufamilie aufwuchs, seine Mutter aus bürgerlichem Haus, die in ihrem Heimatort die CDU mitbegründete: Das Ergebnis heißt Martin Schulz. Nach der Volksschule besuchte er ein katholisches Privatgymnasium, das er nach der Mittleren Reife verlies. Anschließend schloss er eine zweijährige Lehre zum Buchhändler ab und eröffnete eine eigene Sortiments- und Verlagsbuchhandlung, die er leitete bis er bei der Europawahl 1994 ins Europäische Parlament gewählt wurde. Parallel  dazu war er noch bis 1998 der jüngste Bürgermeister in Nordrhein-Westfalen. Sein Aufstieg war kaum zu stoppen – vom Bürgermeister eines kleinen Dorfes bis zum Präsidenten des EU-Parlaments.

Wir finden das gut so: Das Parlament und auch alle anderen politischen Institutionen brauchen Mitglieder mit den unterschiedlichsten Bildungswegen. Das Ziel der EU sollte es sein, im Interesse der ganzen Gemeinschaft zu handeln und das ist nur möglich, wenn auch Menschen wie Martin Schulz darin vertreten sind. Nicht alle BewohnerInnen der EU-Länder haben eine höhere Ausbildung oder ein Studium absolviert. Durch Menschen, wie Martin Schulz, werden auch sie verstanden und ihre Meinungen und Standpunkte können in die Entscheidungen und Ziele der EU miteinbezogen werden. Ein Parlament vertritt dessen Bevölkerung und sollte diese auch widerspiegeln, nur so kann eine Demokratie auf Dauer funktionieren.

Schulz steht zu Recht an der Spitze des Parlaments und wir sind der Meinung, dass es genau solche Menschen braucht, um eine funktionierende Gemeinschaft wie die EU zu sein.

Leonie HIllek Leonie Hillek ist16 Jahre alt, aus Vorarlberg und besucht das BG Blumenstraße in Bregenz.