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Friedensmission Zentralafrika – ein Auslandseinsatz der EU

Ein Putsch muslimischer Rebellen im März 2013 löste die Feuer und gleichzeitig die Angst vor einem zweiten Ruanda in der betroffenen Zentralafrikanischen Republik sowie auch in Europa aus. Seither kommt es immer wieder zu blutigen Konflikten zwischen muslimischen, die teilweise durch Truppen aus dem Tschad unterstützt werden, und christlichen Bevölkerungsgruppen.
Im Juli 2013 wurde eine Stabilisierungsmission gestartet, die zum Schutz der Zivilbevölkerung eine Einheit aus 6000 Soldaten und Polizisten aufzubauen, die den Konflikt allerdings ebenso wenig eindämmen konnten wie die 2000 Soldaten die Frankreich seit September 2013 im Einsatz hat.

Bereits im November 2013 äußerte Frankreich den Wunsch ihre Soldaten zum Teil der europäischen Militärinitative EUFOR (European Union Force) machen zu können, welchem die zuständigen Behörden eher zögerlich nachkamen. Erst Ende März 2013 standen die nötigen Truppenzusagen, sodass der EUFOR Einsatz am 1. April begann, der zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits hätte laufen müssen.

Das System hinter der allerersten wirklich europäischen Militärinitative ist komplex und nicht mit dem der NATO gleichzusetzen. Im Rahmen der zentralafrikanischen Mission sollen zwar keine Kampftruppen gestellt werden, dafür sollen Soldaten im Verwundetentransport in der Luft sowie in der Luftaufklärung mitwirken. Hinzu kommt das Personal für das strategische Hauptquartier im griechischen Larissa, welches neben Rom, Mont Valérien, Northwood und Potsdam als eines der 5 generellen Hauptquartieren der Organisationen fungiert und jenes für das operative Hauptquartier in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui. Die deutsche Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen erklärte in einer Rede vor dem Bundestag der Lufttransport sei für die EUFOR Mission von zentraler Bedeutung. Weiteres erklärte sie Deutschland wolle sich intensiv daran beteiligen und zudem über einen zivilen Anbieter einen Transportflüge nach Bangui finanzieren.

Die Europäische Union bezeichnet die EUFOR RCA als Überbrückungsmission Katherine Ashton, hohe Vertreterin der EU für Außen- Sicherheitspolitik, meldete sich in einem Interview über den Einsatz zu Wort. Sie erklärte in der ernst zu nehmenden Krise für die zentralafrikanische Republik schnell reagieren zu müssen und von humanitären Hilfsgütern bis politische Hilfe für die Übergangsregierung alle Mittel zu benützen die zu Verfügung stehen. Absolute Priorität hätte ihrer Meinung nach aber der Schutz der Zivilbevölkerung, welche sich ohne Furcht leben und ihr Land wiederaufbauen sollte, sowie auch die medizinische Hilfe für die Lokalbevölkerung. Die EUFOR Einheit soll mithilfe der Unterstützung zentralafrikanischer Streitkräfte Sicherheit für die Zivilbevölkerung schaffen, bis später eine UN – Friedenstruppe die für die weitere Staatssicherheit sorgen kann.

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