Die Basis für eine gute Wahl

Im Mai nächsten Jahres haben die Bürger und Bürgerinnen der europäischen Union abermals die Möglichkeit  ihre Vertretung auf europäischer Ebene zu wählen. Österreich ist das einzige Land, in dem auch bereits 16-18-jährige ein Recht darauf haben ihre Stimme abzugeben. Damit sichergestellt wird, dass nicht nur über uns geredet wird, sondern junge Menschen  auch ein Wörtchen mitzureden haben, ist es wichtig eine gut informierte Wahl zu treffen und vor allem auch tatsächlich wählen zu gehen!

Bürger und Bürgerinnen der EU haben seit 1979 die Möglichkeit ihre Stimme für das europäische Parlament abzugeben, neben Rat und Kommission eine der Schlüsselinstitutionen der Union. Bei den letzten Wahlen haben allerdings nur wenige junge Menschen von ihrem Wahlrecht gebrauch gemacht, durchschnittlich sind in der EU nur 29 Prozent der 18 bis 24-Jährigen wählen gegangen. Dabei geht es nicht nur um die Zukunft und die grundsätzliche Ausrichtung Europas, sondern auch um unsere Zukunft.  Junge Menschen standen in den letzten Jahren nicht gerade an der Spitze der EU-Agenda, seit den alarmierenden Jugendarbeitslosigkeitszahlen gibt es allerdings einen verstärkten Fokus auf die Anliegen von Jugendlichen. Einige Initiativen haben es sich deshalb zur Aufgabe gemacht vor allem junge UnionsbürgerInnen anzusprechen, zu informieren und jungen Leuten eine Stimme zu geben.

League of Young Voters

Das Europäische Jugendforum, die Lobby für Jugendinteressen dem auch die österreichische Bundesjugendvertretung angehört, hat zusammen mit anderen unparteiischen Initiativen die “League of Young Voters” gegründet. Ziel ist es junge Leute direkt zu fragen wo der Hut brennt. Über eine Website können mit Hilfe unterschiedlicher Medien Beiträge zu verschiedenen Themen geteilt werden, um so die Diskussion zu starten. Viele nationale und internationale Kampagnen haben sich der League angeschlossen um junge Leute ausreichend zu informieren. Die League beschränkt sich also nicht nur auf online Aktivitäten, sondern im Rahmen dieser Bewegung finden auch zahlreiche Workshops, Diskussionsveranstaltung und ähnliches in allen Ecken der Europäischen Union statt.

School Students’ Europe 2019

Die OBESSU, Organising Bureau of European School Student Unions hat ebenfalls eine Initiative ins Leben gerufen um sicher zu stellen, dass die Bedürfnisse von Schülern und Schülerinnen nicht vergessen werden. Zwar sind SchülerInnen in den meisten EU Mitgliedstaaten nicht wahlberechtigt, dennoch ist wichtig das Bildungsthemen nicht unter den Tisch fallen. Durch eine Umfrage unter den nationalen Mitgliedsorganisationen der OBESSU hat die Arbeitsgruppe die Prioritäten erfragt und als Ergebnis ein Forderungspapier erarbeitet. In weiterer Folge werden diese Forderungen an VertreterInnen der Gruppen im Parlament übergeben und diskutiert.

myvote2014.eu

Ähnlich wie wahlkabine.at oder andere “Wahlhelfer” versucht myvote2014 vor allem Jugendliche anzusprechen. In einem Online-Quiz kann das Wissen über EU Politik getestet werden, oder in fiktiven Abstimmungen eruiert werden welche MEP’s (Members of the european Parliament) einem politisch nahe stehen. Im Gegensatz zur League of Young Voters steht hier vor allem die Informationsweitergabe im Vordergrund und der Versuch ein erstes Interesse zu wecken.

Love.Youth.Future.

Das Europäische Jugendforum hat neben der League of Young Voters auch eine Kampagne, die inhaltliche Forderungen an die Kandidaten und Kandidatinnen zum europäischen Parlament herantragen will. Gestartet wurde diese im Zuge der Budgetverhandlungen um auf die fehlenden Investitionen für jugendliche Aufmerksam zu machen. Zur EU Parlamentswahl 2014 wurde diese nun neu gelauncht und den verschiedenen Parteien präsentiert.